SAFARI

Sonntag, 18.05.2014

AAAAAAAAMMAAAAAAAZIIIIIIIIIIIIIIIING! ja also wirklich! Es war der helle Wahnsinn! Klar um 5 Uhr aufstehen ist vielleicht kein Wunschtraum, aber die Belohnung kam nach 5 Stunden Autofahrt! Die Masai Mara! Unendlich klein kommt man sich selbst vor, wenn man über die Savanne schaut. Wir waren zu zweit. Also ich und eine junge Frau aus Östereich. Judith. Wir haben uns auf Anhieb verstanden, was Garant für ein lustiges Wochenende war! Doch bei dem Umfeld wäre wohl jeder ein gesprächiger Begleiter gewesen! Nachdem wir dann die Herrschaaren Masai-Frauen, die uns alles mögliche inklusiver ihrer Großmutter verkaufen wollten, passiert hatten, lag die schier endlos scheinende Wildnis vor uns! Zu Beginn sagte unser Fahrer, dass er nicht glaube, dass wir viele Großkatzen zu sehen bekämen, da diese noch in Tansania seien. So waren wir wirklich überrascht, neben Antilopen, Gnus, Garzellen, Elefanten, Giraffen, Hippos, Warzenschweinen, Zebras, Buffulos, verschiedensten Vögel bereits am ersten Tag ein Löwenpärchen mit Beute vor die Kamera zu bekommen. Dabei lernten wir an diesem Freitag schon zwei Dinge: 1. Das kenianische Auto kann das! 2. Wenn eine Katze gesichtet wird, sind innerhalb von Sekunden ALLE Tourifahrzeuge aus dem Umkreis von 200km da. Wie die Motten, wenn das Licht angeht. Ein ganz kleines Wenig beängstigend. Tag zwei begann mit europäischem Frühstück (das Essen in unserem wirklich sehr schönen Camp ist übrigens fast ausschließlich europäisch) und dann ging es wieder in die Masai Mara. Dort wurden wir dann Zeuge des untrennbaren Bündnisses zwischen Jäger und Beute. So waren nämlich bereits tausende Zebras aus Tansania nach Kenia gezogen und hatten ihre Jäger gleich mitgebracht. Diesmal bekamen wir sogar einen Gepard zu Gesicht und kamen so nah an einige Löwen heran, dass wir sie mit ausgestrecktem Arm hätten berühren können. Beim „Aufspühren“, der im Savannengras fast unsichtbaren Raubkatzen bewies unser Fahrer ein ausgezeichnetes Auge! Wir kamen einer Gruppe Löwinnen so nahe, dass unser Auto nur knapp eine Handbreit neben einer im Schatten dösenden Löwin zum stehen kam. Das war wirklich atemberaubend. Diese Katzen haben wirklich eine Ausstrahlung, die man nur schwerlich beschrieben kann! Daher will ich gar nicht mehr lange Worte suchen, sondern liebener dem Eintrag ein paar Fotos anhängen. So bleibt abschließend zu sagen, dass ich JEDEM eine Safari ans Herz legen kann und dies vor allem jenen, die schon eine Weile auf dem typischen keniansichen Bett schliefen- die Betten im Camp sind wie Wölckchen =)

Wer sieht das Raubtier? Wer sieht das Raubtier? Hippos! uns trennten keine 20 Zentimeter von der Löwin! Und im ewigen Kreis dreht sich unser Leben, dem Gesetz der Natur sind wir geweiht! BadetagWo Zebra und Giraffe sich guten Tag sagen ;)MUUUUUUH!

Wir haben ein Piano!

Freitag, 09.05.2014

Ja wir haben jetzt ein Keyboard, sowie e-gitarre und e-bass. Warum? tja ein chinesischer Prediger hat sich sozusagen in unsere kirche eiingekauft... aber die kinder freuen sich riesig über die musikanlage!

Zudem haben die älteren unter ihnen heute direkt mal einen tanzcontest veranstalltet ;) ich hab mal ein Foto von einer der Runden reingestellt, man sieht sie leider nich in aktion. dabei warn sie alle echt gut . Ihr müsst euch das so vorstellen, dass erst alle einzeln tanzen, dann in der Gruppe und dann fliegt in jeder Runde einer raus. Das läuft über die lautstärke des Publikums. Und laut war es in jedem Fall :D

zu gewinnen gab es ruhm, ehre und den titel tänzer des tages :P ich fands super!

Seltsame Lehrer....

Mittwoch, 07.05.2014

Die Ferien sind vorbei und das Schulleben fängt wieder an. Zumindest in der High School. Bei den Grundschülern ist jedoch eher weniger los. Ich bin einem Gespann Grundschullehrerinnen zugeteilt worden, die sich lieber den ganzen Tag unterhält, als Unterricht zu machen. Mit der Begründung, dass nicht alle Schüler da waren, wurden die Wellblechklassenräume geputzt und die Damen Lehrer haben mal den ganzen Tag nix gemacht... aber was soll man denn auch machen, wenn aus jeder Klasse 3 Kinder fehlen? So kann man ja unmöglich unterrichten!!! Die Arbeitsmoral, die ich bei dem ein oder anderen Lehrer erlebt habe, der sich selbst in den Ferien für seine Kids einsetzt, ist hier wohl vollkommen fremd. Das regt mich ein wenig auf. Da kommt mir mein Tag noch sinnloser vor, als wenn ich zu Hause gebllieben wäre. Da nutze ich die meiste Zeit, um für meine Aufnahmeprüfung zu lernen... 

Aber zum Glück sind nicht alle Lehrer so! 

Da Heute in genau 3 Woche mein letzter Tag ist, lasst mich mal hören wie's euch so geht und wer im Juni so alles zu hause, oder zumindest in Deutschland ist!

 

Ganz liebe Grüße aus sonniger Ferne!

Besuch der anderen Art

Donnerstag, 01.05.2014

Heute habe ich zum ersten Mal meine Besucher auch fotografieren können ;) Das wollte ich natürlich keinem vorenthalten xD Also mit denen muss mal klarkommen, wenn man nach Afrika reist. Allerdings sind mir noch keine Schlangen, größere Spinnen, oder großes anderes Krabbelzeug begegnet.... aber das darf auch gerne so bleiben :D Obwohl mir Lucy glaubwürdig versicherte, dass es hier durchaus Schlangen gibt, die sich gerne mal in Hausnähe tummeln... na das kann ja noch heiter werden :D

 

einkaufen in Kenia (wäre auch ein super Titel für einen Arthouse Film....)

Mittwoch, 30.04.2014

Naja in jedem Fall waren wir heute einkaufen. Ich weiß, das scheint jetzt auf den ersten Blick nichts neues... Dennoch war es ganz speziell. Und zwar waren wir einkaufen für das Waisenhaus. Also wirklich Großeinkauf. Der Laden, den wir dafür angefahren sind, liegt mitten in Nairobi, aber in der Ecke der Reichen und Schönen. Es handelte sich dabei um eine Kreuzung aus Hochsicherheitstrakt und METRO... Obwohl die METRO eher zweitrangig war. Jedes Auto, welches auf dem hauseigenen Parkplatz parken möchte, wird vorher gefilzt. Also mit Passkontrolle und Autodurchsuchung. Wir sind dieses Prozedere auch durchlaufen, dabei wollten wir gar nicht parken. Da wir ja eine Großbestellung abgeholt haben, sind wir nur zur Laderampe gefahren, haben die Heckklappe aufgemacht und für 100 KSHS Trinkgeld hat ein Mitarbeiter Säckeweise Lebensmittel eingeladen. Dbei hatte ich Gelegenheit mein Umfeld zu beobachten- sehr spannend. Da waren natürlich die schwer bewaffneten Aufpasser, die in ihrem Häuschen auf ihren Einsatz gewartet haben, das übrige Sicherheitspersonal an allen Eingängen, Mitarbeiter, die Autos und LKW be-und entladen haben, Die Posten am Eingang des Parkplatzes, Polizisten, die über den Parkplatz patroullierten und hin und wieder sah man auch mal einen Kunden in das Gebäude huschen. Komischer Laden.

 

"Vom Stillen Örtchen in die Lüfte"- oder "Schmetterlinge für Kenia"

Freitag, 25.04.2014

Bastelzeit im PEHUCCI. Zusammen mit einer anderen Volunteer aus einer benachbarten Schule, habe ich heute mit den Kindern Schmetterlinge aus alten Klopapierrollen gebastelt. Ich würde sagen, die Bilder sind eindeutig xD

lieben Gruß in die Heimat und in alle Ferne!

Eine kleine Widmung an zwei ganz besonders Verrückte in der Heimat :-)

Foto des Tages

Montag, 21.04.2014

es ist der 21.04.2014 und auch im heißen Afrika spieln Kinder ab und an mit Wasser. Heute gab es Süßigkeiten und süße Backwaren- Lucy sagt es ist wichtig, dass die Kinder, die keine Familie haben, zu der sie an Ostern können, auch etwas erleben, das besonders ist und was sie den anderen dann zu Ende der Ferien erzählen können. 

Ich finde das super! und selbstredend hab ich mich an dem bunten Spielspaß beteiligt, sobald es die Beweisfotos gab!

 

Achtung Giraffe!

Sonntag, 20.04.2014

Etwas, dass bestimmt jeder gemacht hat, der in Kenia war: Giraffenfüttern! und dabei ist man den Langhälsen wirklich nah! Es ist schon ein komisches Gefühl, aber die tun einem ja nichts. Die wollen bloß naschen :D Ich denke die Fotos sprechen für sich ;)

Liebe Grüße und frohe Ostern!

Achso zum Thema Ostern: das feiert man hier ohne den Hasen-, Eier-, Schokokram, dafür mit langen bunten und vorallem lauten Gottesdiensten. Man kommt sich ein wenig vor, wie in einem Sister Act Film ;) aber ein wenig deutschen Brauch wollte ich auch und hab daher (da Ostereier vermutlich den Flug nach Kenia nciht überlebt hätten) kleine Fußbälle versteckt, die die Kinder dann suchen mussten und einen heiden Spaß bei der ganzen Aktion hatten! in diesem Sinne noch einen schönen Sonntag, egal, wo ihr euch gerade herumtreibt!  ein wenig verschwommen, doch das meine Lieben war ein Giraffenkuss ;) bei der Osterballsuche nach der geglückten Suche das ist im Übrigen die Schule von Außen ;) es ist wirklich schön hier!

Mal ein paar visuelle Eindrücke ;)

Freitag, 18.04.2014

Ich vor dem Denkmal an Kenias erstem Präsident (jetzt ist übrigens sein Enkel Präsident) Nairobi von oben Naibrobi von oben =) einmal kenianische Straße zum Mitnehmen... und das sind die guten Straßen in der Gegend, in der ich wohne ;P

17.04.2014 irgendwo bei Nairobi

Freitag, 18.04.2014

Es hat die habe Nacht geregnet und plötzlich ist im Kleiderschrank meiner Gastmutter der Winter ausgebrochen. Als sie heute mit mir zur Schule ist, trug sie lange Unterhosen und eine Winterjacke. Ich trug leichte Leinenhosen, Top und 3/4 Shirt- ich schwitzte... Tja andere Länder, anderes Kälteempfinden... Heute war Ferienbeginn, weshalb jene Kinder aus dem Waisenhaus, die noch Verwandte haben zu jenen aufbrachen. Gegen Abend lernte ich dann eine Frau kennen, die ich im Folgenden stets nur Angel nennen werde. Zum einen, weil ihre Arbeit für die Kinder vermutlich mit der eines Engels gleichzustellen ist und zum anderen, weil ich nicht will, dass sie in Schwierigkeiten kommt. Angel kam 2012 das erste Mal als Volunteer nach Kenia. Sie arbeitete dort in einem Kinderheim für Jungen. Als sie das Kinderheim verließ, hielt sie den Kontakt zu einigen Jungs, die ihr dann erzählten, dass sie von dem Heimleiter sexuell misshandelt wurden. Dass etwas nciht stimmte war Angel schon aufgefallen. Denn wann immer der Heimleiter eine schnelle Bewegung machte, zuckten die Kinder regelrecht vor Angst. Angel war sofort klar, dass sie den Kindern helfen wollte. Somit nahm sie zuerst Kontakt zu ihrer Botschaft auf und fragte um Rat. Immerhin gelten in Kenia ganz andere Gesetzte.... Schließlich wandte sie sich an eine Art Jugendamtsmitarbeiter, doch der sagte, dass man da nichts machen könne. Also versuchte Angel jeden Hebel in Bewegung zu setzen. Doch der Heimleiter war nciht auf den Kopf gefallen. Zwar setzt er den Kindern meist 2 Wochen lang das gleiche Essen- und davon meist zu wenig- vor, doch ist er ein reicher Mann, weshalb er sich aus einer Haft bereits vorher schon einmal freigekauft hatte. Denn es ist nicht das erste Mal, dass er ein Kinderheim nutzt, um seiner brutalen, pädophilen Neigung nachzugehen. Er ging sogar soweit, dass er Angel nicht nur Hausverbot, sondern auch Umgangsverbot mit den Kindern aussprach und die Eltern, oder anderen Verwandten der Kinder gegen sie aufhetzte, sodass diese Erwachsenen nicht mit Angel reden wollten, geschweigedenn hören wollten, was sie ihnen ber das Kinderheim zu berichten hatte. Doch sie hat nicht aufgegeben. Inzwischen sind sogar einige Kinder umgesiedelt worden. Doch weigert sich der Heimleiter den Kindern Papiere auszustellen, oder ihnen die eigenen Papiere zurückzugeben. Ohne Papiere zu sein ist in Kenia noch ein größeres Problem, als hier. Offiziell wurde das Heim nun vom Staat geschlossen, doch betreibt der Heimleiter es einfach weiter. Das funktioniert, weil die Kinder ansonsten auf der Straße leben. Man kann sich diese Wahl nciht vorstellen. Angel erzählte mir von einem Fall, dass ein Kind entschied lieber bei seinem Bruder im Slum zu leben. Dort schläft er an der undichten Tür auf einem Stück Pappe und hat am Tag kaum mehr zu essen, als eine kleine Hand voll Ugali, wenn überhaupt. Im Heim, hätte er ein Bett und regelmäßige warme Mahlzeiten. Doch die Angst und die Pein dem Heimleiter gegenüber ist zu groß. Nun steht ein Gerichtstermin an, bei dem dann entschieden werden woll, was mit dem Heimleiter geschieht. Angels Problem ist, dass ihr Visum Anfang Mai ausläuft und sie dann für 2 Woche zurück in die Heimat muss. So kommt sie nur knapp 2 Tage vor dem Gerichtstermin zurück. Zudem hat der Heimleiter die Kinder zu falschen Anschuldigungen gegen Angel angestachelt. Er hat ihnen erzählt, dass wenn sie gegen Angel aussagen und sie den Prozess verliert, sie alle Kinder mit nach Europa nehmen muss, weil sie dann Schuld ist, dass es nciht geklappt hat. Jetzt stelle man sich ein halb verhungertes und eingeschüchtertes Heimkind vor. Ich in jedem Fall hoffe, dass Angels Bemühungen niht um sonst sind. Sie kämft hier ehrenamtlich und unter Einstatz ihres Lebens(denn es kam schon zu tätlichen Angriffen gegen sie) für die Rechte und Zukunft vieler Heimkinder. Dass es immer wieder Menschen gibt, denen es gelingt sich so verschlagen am Gesetz vorbeizumogeln und gerade Kindern solch ein Leid zuzufügen macht mir mehr als wütend. Doch Angel hat die Hoffnung für ihre Schützlinge nicht aufgegeben und das erachte ich als mehr als bewundernswert!

 

trotz dieses Themas ganz liebe grüße in die Heimat! Ich vermisse euch ;)

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